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Der Bromacker ist 4 Millionen Jahre älter als bisher angenommen

Mittwoch, 11. März 2026

Wenn wenige Millimeter vier Millionen Jahre ausmachen: Im Rahmen des BROMACKER-Projekts hat ein Team von Wissenschaftler:innen herausgefunden, dass die berühmte Fossillagerstätte zwischen Tambach-Dietharz und Georgenthal im Thüringer Wald älter ist als bisher angenommen.

Die Analyse einer nur wenige Millimeter dünnen vulkanischen Aschetuff-Schicht, die während der Grabung im Jahr 2024 entdeckt wurde, zeigte: Die fossilführenden Gesteine des Bromackers sind 294 Millionen Jahre alt – und damit vier Millionen Jahre älter als bisher angenommen. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Gondwana Research“ veröffentlicht.

Bilder

Dank der nur etwa 5 Millimeter dicken Aschetuffschicht hat der Bromacker endlich ein zuverlässiges Alter.
Bromacker-Projekt; Foto: Lorenzo Marchetti
Hier ist der Unterschied der dunklen, rot-violetten Aschelage zum umliegenden Gestein gut sichtbar.
Bromacker-Projekt; Foto: Lorenzo Marchetti
An der TU Bergakademie Freiberg wurden die Zirkonkristalle aus der am Bromacker gesammelten Gesteinsprobe radiometrisch analysiert. Hier: Ein Probenrevolver und ein Glühdraht des Massenspektrometers
TU Bergakademie Freiberg; Foto: Jörg Matschullat
Aus der Gesteinsprobe der Aschelage extrahierte Schwerminerale: Bei den länglichen, farblosen Mineralen handelt es sich um Zirkonkristalle.
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Foto: Jakob Stubenrauch
Sehr klein, aber extrem gutes Gedächtnis: aus einer Gesteinsprobe extrahierte Zirkonkristalle
TU Bergakademie Freiberg; Foto: Alexandra Käßner

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