Der Internationaler Museumstag: Ein Appell – und der Naturerlebnistag mit Mitmachaktionen auf dem Friedenstein
Ein Appell gegen mögliche Kürzungen der Museumsfinanzierung
Museen sind Orte, um über den Tellerrand des Alltags zu blicken. Sie sind Orte, an denen man das eigene Leben, den Zeitgeist und die Geschichte mit anderen Augen sehen kann – in Form von Exponaten oder auch in Vermittlungsworkshops. Was von manchen als hübsches Nebenbei mit ordentlichem Kürzungspotenzial wahrgenommen wird, ist essenziell. Museen und ihre Schätze mögen ruhig, leise und lieblich daherkommen, sie wirken im Einzelnen aber erschütternd und stärken das Gemeinsame. Am Internationalen Museumstag öffnen die Museen für das Publikum ihre Türen, um es für ihre Sammlungen und das gemeinsame kulturelle Erbe zu begeistern.
„Um die Menschen begeistern zu können, müssen die finanziellen Rahmenbedingungen für die museale Arbeit stimmen. Auch wenn der Friedenstein zu den privilegierten Häusern mit einer institutionellen Förderung gehört, sehen die Aussichten düster aus. Andere Museen warten noch auf Fördermittelbescheide für ihre Projektanträge 2026, ihre finanzielle Lage ist prekär, die Zukunft ungewiss. Trotz der globalen Minderausgabe appelliere ich an die Entscheidungsträger, sich für die Museen einzusetzen – für Thüringen und die Kultur“, sagt Dr. Tobias Pfeifer-Helke, Direktor der Friedenstein Stiftung Gotha.
Der Internationale Museumstag auf dem Friedenstein
Die Friedenstein Stiftung Gotha lädt am Sonntag, 17. Mai 2026, anlässlich des Internationalen Museumstags zu einem Naturerlebnistag in den Westturm von Schloss Friedenstein ein. Von 14 bis 17 Uhr erwartet kleine und große Besucher:innen bei freiem Eintritt ein abwechslungsreiches Programm rund um Fossilien, Tiere und Forschung – mit vielen Angeboten zum Mitmachen, Ausprobieren und Entdecken für Familien, Naturfans und Neugierige jeden Alters.
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