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Ein Rückkehrer in Jade und endlich Rechtssicherheit 

Montag, 14. September 2026

Ein verlorenes Prunkstück der Gothaer Sammlung ist auf den Friedenstein zurückgekehrt: eine ovale Kanne aus grünem Nephrit. Die Kanne ist über mehr als drei Jahrhunderte kontinuierlich in den Gothaer Sammlungen dokumentiert, bevor sich ihre Spur nach dem Zweiten Weltkrieg verliert.

Mit der Deckelkanne, die zu den wenigen bekannten europäischen Jadegefäßen aus dem 17. Jahrhundert zählt, ist eine sechsteilige Garnitur aus geschliffenem Edelstein nun wieder komplett. Diese befand sich bereits seit 1656 in der Gothaer Kunstkammer. Das Ensemble wird der Öffentlichkeit ab Dienstag, 15. September, im Nordflügel von Schloss Friedenstein in der Kunstkammer-Ausstellung präsentiert.

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung, welche das Objekt auch vorfinanziert hat, der Kulturstiftung der Länder sowie der Rudolf-August Oetker-Stiftung konnte die Deckelkanne aus dem französischen Kunsthandel zurückerworben werden.

Bilder

Zurückgekehrt: Die Jadekanne im Festsaal von Schloss Friedenstein
Friedenstein Stiftung Gotha; Foto: Mariana Musii
Die Jadekanne im Blick… von Dr. Tobias Pfeifer-Helke (Direktor der Friedenstein Stiftung Gotha (FSG)), Catherine Weis (Kulturstiftung der Länder, Wiss. Mitarbeiterin im Bereich „Förderungen“); Dr. Martin Hoernes (Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung); Knut Kreuch (Mitglied des Stiftungsrates FSG/Oberbürgermeister der Stadt Gotha), Andreas Fiedler (Restaurator Kunsthandwerk (FSG)
Friedenstein Stiftung Gotha; Foto: Mariana Musii
Zurückgekehrter Kunstkammer-Schatz: Die Kanne aus geschliffenem Edelstein mit vergoldeter Silberfassung und Gemmen-Applikationen unbekannter Meister, Nürnberg oder Augsburg, um 1600-30, Nephrit, Silber, vergoldet 2026 Rückerwerb der Kanne mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Galerie Kugel
Friedenstein Stiftung Gotha, Foto: Julius Fröbus GmbH / Robert Niemz
Das zurückgekehrte Kunstkammerstück im Detail: Fuß der Kanne aus Nephrit mit silbervergoldeter Fassung mit Zackenrand, floraler Verzierung und Punzierung (spätere französische Steuerstempel) unbekannter Meister, Nürnberg oder Augsburg, um 1600-30, Nephrit, Silber, vergoldet 2026 Rückerwerb der Kanne mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Galerie Kugel
Friedenstein Stiftung Gotha, Foto: Julius Fröbus GmbH / Robert Niemz
Wieder vollständig! Ein einzigartiges Ensemble der Gothaer Kunstkammer: die Nephrit-Garnitur aus Kanne, Becken, Salzfässchen und Löffeln unbekannter Meister, Nürnberg oder Augsburg, um 1600-30, Nephrit, Silber, vergoldet 2026 Rückerwerb der Kanne mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Galerie Kugel
Friedenstein Stiftung Gotha, Foto: Julius Fröbus GmbH / Robert Niemz
Durchleuchtet: Die Jadekanne bei ihrer Präsentation im Festsaal von Schloss Friedenstein
Conny Möller
Die Jadekanne wird im Festsaal willkommen geheißen – von: Dr. Tobias Pfeifer-Helke (Direktor der Friedenstein Stiftung Gotha (FSG)), Dr. Elisa Schmidt-Winkler (Wiss. Mitarbeiterin, Fachbereich Kunsthandwerk (FSG; Gotha transdigital)); Catherine Weis (Kulturstiftung der Länder, Wiss. Mitarbeiterin im Bereich „Förderungen“); Dr. Martin Hoernes (Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung); Knut Kreuch (Mitglied des Stiftungsrates FSG/Oberbürgermeister der Stadt Gotha), Dr. Timo Trümper (Direktor Wissenschaft und Sammlungen, FSG) (von links nach rechts)
Conny Möller
Wieder vereint: In der Gothaer Kunstkammer ist ab dem 15. September die Nephrit-Garnitur aus Kanne, Becken, Salzfässchen und Löffeln zu sehen.
Conny Möller
Zurückgekehrter Kunstkammer-Schatz: Die Kanne aus geschliffenem Edelstein mit vergoldeter Silberfassung und Gemmen-Applikationen unbekannter Meister, Nürnberg oder Augsburg, um 1600-30, Nephrit, Silber, vergoldet 2026 Rückerwerb der Kanne mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Galerie Kugel
Friedenstein Stiftung Gotha, Foto: Julius Fröbus GmbH / Robert Niemz
Zurückgekehrter Kunstkammer-Schatz: Die Henkelkanne aus geschliffenem Edelstein, mit vergoldeter Silberfassung, Ausguss in Gestalt eines Vogelkopfes, auf dem Deckel ein aufrechtstehender Löwe unbekannter Meister, Nürnberg oder Augsburg, um 1600-30, Nephrit, Silber, vergoldet 2026 Rückerwerb der Kanne mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Galerie Kugel
Friedenstein Stiftung Gotha, Foto: Julius Fröbus GmbH / Robert Niemz
Auf dem Deckel der Jadekanne befindet sich ein aufrechtstehender Löwe
Friedenstein Stiftung Gotha; Foto: Mariana Musii

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